Neuer Ausbildungsberuf – E-Commerce-Kaufmann/-frau

Neuer Ausbildungsberuf – E-Commerce-Kaufmann/-frau

13. September 2017 0 Von Chris
 Im Internet einzukaufen liegt im Trend. Der Online-Handel floriert. 2016 wurden geschätzte 62,45 Milliarden Euro umgesetzt. Learning by doing war bisher die beste Möglichkeit, um sich als Online-Händler Wissen anzueignen. Fachkräfte werden im E-Commerce, also im elektronischen Handel, händeringend gesucht.
Ab August 2018 können sich Interessierte qualifiziert zum E-Commerce-Kaufmann/-frau ausbilden lassen. Die Ausbildung dauert drei Jahre und setzt keinen bestimmten Schulabschluss voraus. „E-Commerce-Kaufleute werden in Onlineshops und im Online-Versandhandel, aber auch in der Touristikbranche und bei Großhändlern sowie bei Importeuren oder der Versicherungswirtschaft viele interessante Aufgabenbereiche finden“, teilt Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad mit. „Die Ausbildung beinhaltet kaufmännische Grundlagen wie Controlling und Rechnungswesen, Management und Bedienung von Shopsystemen sowie IT-Kenntnisse. Aber auch Kundenverhaltens-Analysen ebenso wie Keyword-Recherchen und deren Analyse werden Bestandteil des Rahmenlehrplans sein.“
Wer sich für die Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann/-frau interessiert, sollte sich schon jetzt bei der Berufsberatung ausführlich informieren. Viele Unternehmen haben bereits Ausbildungsplätze ausgeschrieben.
E-Commerce-Kaufmann
Ab August 2018 startet die anerkannte Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann/-frau. Das Interesse an dem neuen Berufsbild ist groß. Nach Schätzungen des IFH Köln gibt es in Deutschland 120.000 Onlinehändler. E-Commerce-Studiengänge werden schon seit einiger Zeit angeboten. Der Ausbildungsberuf zum E-Commerce-Kaufmann/-frau dagegen ist neu. Jugendliche können in der dreijährigen Ausbildung alles lernen, was für den digitalen Handel wichtig ist, und im boomenden Onlinehandel erfolgreich werden. Inhalte des neuen Lehrberufes sind beispielsweise
• kaufmännische Grundlagen
• Online-Marketing
• Shop- und Bezahlsysteme
• Onlinerecht
• Datenschutz und -sicherheit
• Informationsverarbeitung
• Webanalysen
„Neben reinen Online- und Versandhändlern benötigen auch andere Zweige wie die Touristik- oder die Versicherungsbranche gut ausgebildete Fachkräfte für den Online-Handel. Interessierte sollten sich jetzt schon informieren und bewerben.“, verrät Petra Timm vom Personaldienstleister Randstad. „Das Potenzial an Ausbildungsplätzen ist da und Unternehmen bieten sie bereits an.“ Da viele Onlinehändler bisher mit Quereinsteigern oder Autodidakten den Bedarf an Fachkräften gedeckt haben, wird erwartet, dass die Nachfrage an qualifizierten, gut ausgebildeten E-Commerce-Kaufleuten in Zukunft erheblich ist.